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Mehr als Strom und Gas - Was hinter den Kulissen der ENERGIE sonst noch alles passiert

Wer DIE ENERGIE hört, denkt meist zuerst an Strom und Gas. Für viele endet dort auch schon das Bild vom regionalen Energieversorger. Doch hinter den Kulissen steckt deutlich mehr: Von Wasser und Straßenbeleuchtung über Installationsarbeiten bis hin zu Wärmepumpen und Photovoltaik reicht das Aufgabenfeld weit über die klassische Energieversorgung hinaus. Einen besonders guten Überblick darüber hat Steffen Beitel, Leiter Einkauf & Materialwirtschaft. Denn fast alles, was bei der ENERGIE gebraucht wird, landet früher oder später in seinem Lager.

Ein Unternehmen im Wandel


Dass sich die Branche verändert hat, erlebt Beitel seit vielen Jahren hautnah mit. „Früher hatten Versorger eine Monopolstellung“, erinnert er sich. „Seit der Öffnung des Marktes muss man sich ganz anders verhalten. Es ist ein Unterschied, ob man – wie damals – einfach versorgt oder ob man aktiv um Kunden werben muss.“


Viel mehr als klassische Energieversorgung


Dass DIE ENERGIE heute deutlich breiter aufgestellt ist, wissen viele Kunden laut Beitel noch gar nicht. „Selbst Kunden, die uns gut kennen, denken häufig nur an Strom und Gas“, sagt er.
Tatsächlich gehören inzwischen aber viele weitere Aufgaben zum Alltag des Unternehmens. Dazu zählen unter anderem die Betriebsführung Wasser für verschiedene Kommunen sowie die Betreuung der Straßenbeleuchtung. Hinzu kommt ein breites Installationsgeschäft im Elektrobereich – von der klassischen Hausinstallation bis hin zu Photovoltaikanlagen.
Auch das Heizungsgeschäft hat sich verändert. „Wir waren jahrzehntelang darauf aus, Gasheizungen verkaufen“, erklärt Beitel. „Aber die aktuelle politische Lage bringt uns dazu, dass wir diese zwar noch warten, aber unser Geschäft auch auf den Verkauf von Wärmepumpen ausgeweitet haben.“


Das Lager als Schaltzentrale


Im Lager laufen die verschiedenen Bereiche zusammen. „Von der Steckdose bis zum Gasrohr – also alles, was im Haus bei der Installation verwendet wird, bis zu dem, was draußen unter der Erde liegt, haben wir bei uns im Lager“, sagt Beitel.
Neben Kabeln, Steckdosen oder Wasserrohren finden sich dort auch Dinge, die viele vermutlich nicht mit der ENERGIE verbinden würden, etwa Wasserhähne oder Rauchwarnmelder.
Besonders wichtig sei ein gut ausgestattetes Lager wegen der angespannten Liefersituation. „Viele Hersteller produzieren nicht mehr auf Vorrat. In unserer Branche muss man mittlerweile teilweise mit zwölf bis sechzehn Monaten Lieferzeit rechnen“, erklärt Beitel. Dadurch seien Planung und Vorratshaltung deutlich wichtiger geworden.


Wenn jede Minute zählt


Wie wichtig ein gut organisiertes Lager ist, zeigt sich vor allem im Störungsfall. Monteure können benötigte Materialien direkt per Scanner entnehmen. Vorausgesetzt, alles ist verfügbar und gut organisiert.
„Wenn nur der Strom ausfällt, wäre das schon ungünstig“, sagt Beitel. „Aber im Gasbereich darf wirklich keine Zeit verloren gehen, sollte zum Beispiel ein Leck entstehen.“
Auch nachts gibt es dafür klare Abläufe. Über einen festgelegten Störungsdienst können bei Bedarf zusätzliche Mitarbeiter hinzugezogen werden. Gleichzeitig stimmen wir uns auch mit Lagern ab, die nicht zur ENERGIE gehören. Sind diese für die Mitarbeiter gerade einfacher zu erreichen, ist das hilfreich damit benötigte Teile möglichst schnell vor Ort sind.


Digitalisierung und Nachhaltigkeit verändern den Alltag


Neben neuen technischen Anforderungen verändern auch Digitalisierung und Nachhaltigkeit die Arbeit im Hintergrund. Preisvergleiche und Beschaffungsprozesse laufen heute deutlich digitaler und schneller ab als früher. Gleichzeitig steigen die gesetzlichen Anforderungen.
„Mittlerweile gibt es zum Beispiel strenge Vorgaben bei Lieferketten oder der Lagerung bestimmter Geräte“, erklärt Beitel. „Und auch Themen wie Nachhaltigkeit spielen eine immer größere Rolle.“