Stefan Schinagl betreute ein breites Aufgabenspektrum, das eng mit seiner Person und seiner Erfahrung verknüpft war. Im Laufe seiner über 30-jährigen Karriere wuchsen seine Aufgaben stetig: Schritt für Schritt übernahm er zusätzliche Verantwortungsbereiche und war zuständig für Vertrieb, Betriebswirtschaft und auch Öffentlichkeitsarbeit. All seine Erfahrungen mündeten in die vollständige kaufmännische Leitung der ENERGIE, die er viele Jahre innehatte. Das machte deutlich, wie viel Know-how und Verantwortung seine Position ausmachte.
Im Zuge der Nachfolge wurde daher schnell klar, dass es schwierig ist, eine einzelne Person als „Eins-zu-eins-Ersatz“ zu finden. Stattdessen setzt DIE ENERGIE künftig auf Teamarbeit. Verantwortung wird auf mehrere Schultern verteilt, Kompetenzen gebündelt: Martin Hubrich übernimmt die kaufmännische Leitung und verantwortet – mit seiner langjährigen Erfahrung in Buchhaltung und Controlling – fortan unter anderem diese Bereiche. Vertrieb und Marketing hingegen liegen in den Händen von Tobias Winkler, der aufgrund seiner Aufgabe als Vertriebsleiter bereits umfassende Markt- und Kundenkenntnisse mitbringt.
Gemeinsam mit dem Technischen Leiter Niklas Müller sowie natürlich Geschäftsführer Marek Zelezny geht somit ein erweitertes Führungsteam an den Start, das für Kontinuität und gleichzeitig für eine moderne, teamorientierte Führungsstruktur steht.
Im folgenden Interview sprechen Martin Hubrich und Tobias Winkler über diese neue Rollenverteilung, ihre Zusammenarbeit als Team und darüber, wie sie die Zukunft der ENERGIE gemeinsam gestalten möchten.
Herr Hubrich, Herr Winkler, Sie kommen aus unterschiedlichen Bereichen – Controlling und Buchhaltung sowie Vertrieb und Beschaffung. Wo sehen Sie Ihre jeweiligen Stärken?
Tobias Winkler: Ich sehe meinen Schwerpunkt im Vertrieb und Marketing. Ich kenne den Markt sehr gut und möchte aktiv mit Kunden agieren. Ein gewisses Verständnis für die Buchhaltung ist zwar auch vorhanden, aber da ist Martin deutlich besser aufgestellt.
Eine perfekte Symbiose also?
Martin Hubrich: Das kann man auf jeden Fall so sagen. Tobias weiß, wie der Markt tickt und was die Kunden bewegt. Im Bereich Energiebeschaffung, Vertrieb und Marketing ist er der Experte. Und ich decke den kaufmännischen Bereich ab. Wir verstehen uns seit Jahren sehr gut und ergänzen uns schon seit langem. Das wollen wir gerne so weiterführen und natürlich noch ausbauen.
Tobias Winkler: Ich denke, dass wir diese sehr wichtige Stelle durch die Aufteilung in den kaufmännischen und den vertrieblichen Bereich (inkl. Marketing und Energiebeschaffung) stärken, um gemeinsam die großen Herausforderungen bestmöglich zu bewältigen. Wir möchten aber auch neue Akzente setzen und ab und an neue Wege bestreiten.
Welche Erfahrungen bringen Sie jeweils aus Ihren bisherigen Aufgaben mit ein?
Martin Hubrich: Da ich das Unternehmen von der Pike auf kenne, bringe ich vor allem sehr praxisnahe Erfahrungen mit. Durch meine Zeit in der Buchhaltung und im Controlling für zwei Unternehmen, DIE ENERGIE und LKW Kitzingen, weiß ich genau, wo die Zahlen herkommen und wie sie zusammenhängen. Hierdurch habe ich auch einen guten Blick für das große Ganze erhalten und kenne die verschiedenen Abläufe in den Abteilungen.
Tobias Winkler: … und ich setze auch gern mal die externe Brille auf, möglich gemacht durch die Erfahrungen aus anderen Unternehmen, vor meiner Zeit bei der ENERGIE. Ich bin bereits mehr als zwei Jahrzehnte im Vertrieb von Privatkunden bis hin zu Großkonzernen tätig und konnte hier die vielen Herausforderungen und Entwicklungen in der Energiebranche hautnah miterleben.
Martin Hubrich: Wir beide haben uns über die Jahre ein ausgeprägtes, lösungsorientiertes Denken angeeignet. Uns eint, dass wir versuchen, auf jeden Fall immer die Lösungen zu sehen, statt die Probleme.
Was ist Ihnen persönlich in der Zusammenarbeit besonders wichtig?
Martin Hubrich: Mir ist eine offene und ehrliche Kommunikation auf Augenhöhe wichtig – und ich denke, da spreche ich auch für Tobias: Wir ziehen an einem Strang, um den Herausforderungen der Energiebranche zu begegnen.
Tobias Winkler: Sicher wird es dabei auch Momente und Themen geben, bei denen wir nicht einer Meinung sind. Aber das ist ja auch konstruktiv und wichtig für die Entwicklung. Das müssen wir aushalten können und gemeinsam das Beste für das Unternehmen herausholen.
Worauf freuen Sie sich persönlich am meisten in Ihrer neuen Funktion?
Martin Hubrich: Ich freue mich vor allem darauf, die Zukunft der ENERGIE nun in einer gestaltenden Schlüsselrolle aktiv mit voranzutreiben. Es ist für mich eine besondere Ehre, die kaufmännische Leitung in dem Unternehmen zu übernehmen, in dem ich 2010 meine berufliche Reise begonnen habe. Ich blicke mit großer Vorfreude auf die Zusammenarbeit in dieser neuen Konstellation. Diese klare Aufteilung ermöglicht es uns, unsere jeweiligen Stärken perfekt einzusetzen.
Tobias Winkler: Gemeinsam mit Marek Zelezny unserem Geschäftsführer und dem technischen Leiter Niklas Müller sind wir ein starkes Quartett, das sich fachlich und persönlich hervorragend ergänzt.
Stefan Schinagl hat die kaufmännische Leitung über viele Jahre geprägt. Was nehmen Sie aus der gemeinsamen Zeit mit ihm für Ihre neue Aufgabe mit – gibt es etwas, das Sie an seiner Arbeitsweise besonders geschätzt haben?
Tobias Winkler: Stefan Schinagl hat mich vor 14 Jahren selbst eingestellt. Damals war meine Aufgabe noch eine andere. Stefan hat mich über Jahre gefordert und gefördert. Dafür bin ich sehr dankbar. Seine Weitsicht und Gelassenheit würde ich gerne übernehmen und weiterführen.
Martin Hubrich: Ja, da stimme ich zu – seine Besonnenheit und seine Fähigkeit, auch in komplexen Situationen den Überblick zu behalten. Von ihm nehme ich mit, dass Verlässlichkeit und Kontinuität die Basis für Vertrauen sind – sowohl intern als auch extern. Was ich auch sehr an ihm bewundert habe, war seine Nahbarkeit. Er hatte trotz der hohen Verantwortung immer ein offenes Ohr für die Belange der Mitarbeiter.
Welche Verantwortung empfinden Sie mit Blick auf Mitarbeiter und Kunden?
Martin Hubrich: Als jemand, der selbst hier seine Ausbildung gemacht hat, liegt mir die Sicherheit und Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter besonders am Herzen. Ich möchte ein Arbeitsumfeld schaffen, das einerseits durch Digitalisierung modern ist, andererseits aber die menschliche Nähe und genau dieses offene Ohr bewahrt, das ich selbst schätzen gelernt habe. Diese persönliche Nähe ist wichtig und macht uns als regionalen Energieversorger aus und das ist es auch, was unseren Kunden wichtig ist.
Wie zeigt sich dieser regionale Aspekt noch?
Martin Hubrich: Als regionaler Energieversorger sind wir nicht nur ein Dienstleister, sondern natürlich auch ein integraler Bestandteil der lokalen Infrastruktur und Gemeinschaft.
Tobias Winkler: Dazu gehört nicht nur eine verlässliche Energieversorgung, sondern auch, dass DIE ENERGIE sich regional hier verwurzelt fühlt und engagiert, im Hinblick auf die Energiewende aber auch im sozialen und kulturellen Leben. Die Unterstützung von sozialen Einrichtungen und Vereinen, in denen sich viele unserer Mitarbeiter und Kunden ehrenamtlich einbringen, müssen wir erhalten. Neue Themenfelder (z. B. Wärmenetze, Ausbau regenerativer Energien und Stromnetze), die auch von Bürgern manchmal kritisch hinterfragt werden, da sie Veränderungen mit sich bringen, werden wir für unseren erfolgreichen Zukunftsweg aktiv gestalten müssen.
Und wie kann man die Kunden hier gut mitnehmen? Worauf kommt es aus Ihrer Sicht in Hinblick auf die Energiewende jetzt besonders an?
Tobias Winkler: Die Energiebranche wandelt sich seit Jahren gewaltig. Die großen Herausforderungen durch Corona und Energiekrise auf Grund des Ukraine-Kriegs haben Spuren hinterlassen und wirken noch nach. Es gilt, die Energiewende aktiv mitzugestalten und für die Bürger vor Ort der erste Ansprechpartner bei allen Themen rund um die Energieversorgung zu sein. Besonders wichtig ist mir, dass wir alle Generationen auf diesem Weg mit einbeziehen.
Martin Hubrich: Die Energiewende bzw. Wärmewende auf regionaler Ebene funktioniert nur, wenn wir es als ENERGIE als unsere Aufgabe betrachten, solide Geschäftsmodelle zu entwickeln, die langfristige bezahlbare Energie für unsere Kunden garantiert.
Tobias Winkler: … und das heißt für uns als regionalen Versorger: kontinuierliches Interesse an neuen Themen und hohe Lernbereitschaft – nur wenn wir gezielt agieren und nicht nur reagieren, können wir Modelle entwickeln, durch die DIE ENERGIE und die Energieversorgung zukunftsfähig sind. Und das müssen wir letztendlich auch unseren Kunden vermitteln.
Martin Hubrich: Die verlassen sich natürlich auf eine faire und transparente Preisgestaltung sowie auf eine sichere Versorgung durch DIE ENERGIE. Dieser starke Partner vor Ort möchten wir jetzt und in Zukunft bleiben.

