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Trinkwasser – unser wertvollstes Lebensmittel! Wie die ENERGIE die Trinkwasserversorgung in der Region sichert

Wasser ist Leben. Und damit dieses lebenswichtige Gut zuverlässig aus dem Hahn fließt, übernimmt die ENERGIE für mehrere Kommunen in der Region die Betriebsführung der Wasserversorgung – von der Instandhaltung bis zur Netzüberwachung.

Das bedeutet konkret: Das gesamte Rohrnetz einer Gemeinde wird durch die ENERGIE betreut. Dazu gehören die Haupt- und Transportleitungen, die überwiegend unter den Straßen verlaufen, ebenso wie alle Hausanschlüsse, welche von den Hauptleitungen zu den Endverbrauchern verlegt sind.

Die Zusammenarbeit mit den Kommunen ist so vielfältig wie die Gemeinden selbst. Sie haben individuelle Dienstleistungsverträge mit der ENERGIE – denn keine Gemeinde gleicht der anderen. Während es in manchen Orten eine eigene Wasseraufbereitung oder ein Wasserwerk gibt, werden andere ausschließlich über eine Versorgungsleitung der Fernwasserversorgung Mittelmain beliefert.

Das Team hinter der Versorgung

Die Wasserabteilung der ENERGIE besteht aus insgesamt zehn Mitarbeitern: Wassermeister Jens Tiesmeyer leitet das Team, das aus sechs Gesellen und drei Lehrlingen besteht. Gemeinsam sorgen sie täglich für einen reibungslosen Betrieb – und das rund um die Uhr.

Denn auch Störungen machen keine Pause. Jeder Monteur leistet über das Jahr verteilt mehrmals Bereitschaftsdienst. Meldet ein Kunde eine Störung über die allgemeine Störungsnummer (0800 4959697), wird der Diensthabende sofort informiert und kümmert sich um die Angelegenheit. „Über Störungen, die aus den Stationen oder Wasserwerken der jeweiligen Betriebsführung kommen, werden wir zusätzlich per SMS benachrichtigt", erläutert Wassermeister Tiesmeyer.

Klimawandel als wachsende Herausforderung

Versorgungssicherheit ist das A und O – nicht nur im Störungsfall, sondern auch mit Blick auf die Zukunft. Denn der Klimawandel stellt die Wasserversorgung zunehmend vor ernste Herausforderungen. Unterfranken zählt zu den trockensten und wärmsten Regionen Deutschlands und gilt als Hotspot des Klimawandels. Auch in diesem Sommer sorgen anhaltende Hitze und ausbleibender Regen für eine angespannte Lage. Versorgungsengpässe beim Trinkwasser sind zwar nicht zu befürchten, dennoch sollte die kostbare und endliche Ressource mit Bedacht genutzt werden. Denn die Grundwasserneubildung geht spürbar zurück.

„Selbst regenreiche Tage im Sommerhalbjahr tragen kaum noch zur Grundwasserbildung bei, weil das Regenwasser über den trockenen Boden abfließt oder oberflächennah von den Pflanzen aufgenommen wird. In tiefere Bodenschichten sickert es kaum", erklärt Herr Tiesmeyer.

Umso wichtiger ist es, die Wasserversorgung zukunftsfähig aufzustellen. Die ENERGIE kann dabei Empfehlungen für Maßnahmen aussprechen – die Umsetzung liegt dann letztendlich bei den Gemeinden. Unterstützend wirken auch Behörden wie das Gesundheits-, Landrats- und Wasserwirtschaftsamt. Zudem bietet der Freistaat Bayern mögliche Förderungen für Baumaßnahmen an, etwa für den Zusammenschluss von Versorgungsgebieten benachbarter Gemeinden, um die Versorgungssicherheit im Bedarfsfall zu stärken.

Neu seit 1. Juli 2026: Der Wassercent

Wer in Bayern Grundwasser aus einem eigenen Brunnen entnimmt – ob öffentlicher Wasserversorger, Unternehmen, landwirtschaftlicher Betrieb oder Privatperson –, ist seit dem 1. Juli 2026 verpflichtet, das Wasserentnahmeentgelt (den sogenannten Wassercent) zu zahlen. Es beträgt einheitlich 10 Cent pro entnommenen Kubikmeter (1.000 Liter) Grundwasser. Für Privathaushalte, die ihr Leitungswasser beziehen, ist die Abgabe relativ überschaubar und führt zu Mehrkosten von etwa 5 Euro pro Person und Jahr (für Industrie und Landwirtschaft gelten andere Regelungen). Ziel dieser Abgabe ist es, einen bewussten und sparsamen Umgang mit Wasser zu fördern und zusätzliche Mittel für eine nachhaltige und zukunftsfähige Wasserversorgung zu generieren.